SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

Fußgeschwüre
weiterer Suchbegriff: Geschwüre am Fuß

Fußgeschwüre bezeichnet der Mediziner als Ulcus bzw. Ulcera cruris.

Manch ein Besucher dieser Se ite wird sich wundern, daß das Th ema Fußgeschwüre mit der Schmerztherapie in Ver bindung gebracht wird. Die Antwort ist ganz ein fach: die mode rne Schmerztherapie verfügt über eine Therapie methoden, die gerade bei Fußgeschwüre n äußerst hilfreich sind und sogar k ausal (= auf die Ursache gerichtet) wirken (siehe unten). Außerdem klagen viele Pa tienten mit einem Fußgeschwüre n ohnehin über Schmerzen.

Von Fußgeschwüre n ist in Europa und Nordamer ika das weibliche Gesch lecht insgesamt häu figer betroffen als das männ liche. Personen bis zum 40. Lebens jahr erkranken kaum daran. Im Al te r steigt die Prävalen z (= Häufigkeit aller Fälle einer besti mmten Krankheit in der Bevöl kerung) für Fußgeschwüre stark an. So beträgt sie zum Beisp iel ab dem 80. Lebensjah r je nach Studie zwischen 0,87 u nd 3,38%.

Fußgeschwüre entstehen auf dem Boden von Durchb lutungsstörungen. 72 % aller Fußgeschwür e sind auf ein Venen leiden, 15% auf ein kombiniertes Venen- und Arterien leiden, 7% auf ein Arterien leiden (arter iel le Durchblutungsst örungen) und 6 % auf andere, seltene U rsachen zurückzuführen. Beim diabe tischen Fußgesch wür kommt allerdings meist noch eine neuropat hische (= eine Nerven krankheit betreffende) Komponente hinzu, die Polyn europathie.

Risikofaktoren für Fußgeschwüre:

Hauptursache für Fußgeschwüre ist die chron isch ve nöse Insuffizienz, die häufigste Stö rung des venösen Systems.
Eine chronisch venöse Insuf fizienz besteht, wenn anlagebedingt die Ve nenwand geschwächt ist und / oder die sog. Ven enklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch "versac kt" das Blut in den Ven en und stau t sich. Man spricht dann von einer sog. ve nösen Abflußstörung. Diese Stau ung äußert sich in tag süber zunehmendem Sch were- und Schmerzgefühl sowie in Bein schwellungen.
Eine venöse I nsuffizienz liegt vor, wenn der Knöc helumfang morgens und abends um meh r als 1,5 cm differiert.

Die Therapie der (noch relativ besch werdearmen) venösen Ins uffizienz besteht im wesentlichen in einer Kom pression der dilatierten (= erweiter ten) Venen (Kompressionsstrüm pfe).

Im weiteren Verlauf der Er krankung kommt es zu troph ischen (= mit Zeichen einer Man gelernährung einhergehenden) Stö rungen, bedingt durch eine gestörte Mik rozirkulation in der venösen (= die Blu tader betreffenden) und arteriell en (= die Sch lagader betreffenden) Endstrom bahn (Kapillaren). In dieser Situat ion können schon kleine Ver letzung zu Geschwüre n führen. Dies liegt daran, daß eine Wun de, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuhei len kann.
Fußgeschwüre treten zumeist in der In nenknöchelregion auf. Aber auch die Au ßenknöchelregion und im Ex tremfall können der untere Unterschenkel einschließlich Fuß betroffen sein. Fußgeschwüre in Folge der Zucker krankheit (Diabetes mell itus) befinden sich häufig nicht an der t ypischen Knöchelregion, sondern an Druc kstellen der Fußsohlen oder der Zeh en.

Nicht sel ten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Ba kterien) sich ei n Fußgesc hwür. Die En tzündung kann in benach barte Knoc hen durchbrechen und dort zu einer Osteitis (= Entzündung der Knochensubstanz) und/oder gar Osteomyelitis (= Entzündung des Knochenmarks) führen. Mögliche Spätfol gen: Fußampu tation

Bei der klinischen Untersuchung fallen bei einem Fußgesch wür eine Varikosis (= dichtes Gef lecht oberflächlicher Kram pfadern), eine l ivide (= bläuliche, fahle) Verfärbung der Hau t, Ödem (= Schwellung durch Flüss igkeitsansammlung) und Pig mentstörungen auf.
 

Behandlung der Fußgeschwüre:

Neben einer entsprechenden Wundbehand lung muß die gestörte, lokale (= ört liche) Mikrozirkulation (= Blutbewegung in der Endstrombahn) wieder in Gang gebracht werden, sonst können Fußgeschwüre nicht abheilen.
Dies gelingt bei Geschwüre n am Fuß recht zuverlässig mit einer kontinuierlichen Isch ias-Blockade mittels Kat heter (Klatt und Leser 1994) bei gleichzeitig höchst effektiver Schmerz bekämpfung.
Bei dieser Met hode suchen wir von der Oberschen kelrückseite her, handbreit unter dem Gesäß, den I schiasnerv in der Tiefe mit einer Ka nüle auf und legen einen dün nen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervensche ide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Woc hen wird dann in diesen Sch lauch mehrmals täglich eine verdün nte, örtliche Betäu bungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstof fkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nervs zu einer deutlichen Verminderung der Sch merzempfindlichkeit bis hin zur Sch merzfreiheit. In dieser Situation kann dann intensiv auch krankengymnastisch behandel t werden.
Da der Ischiasnerv Nerv auch vegetat ive (= das unwillkürliche Nervensyst em betreffende) Fasern mit sich führt, komm t es begleitend im korrespondierenden Gew ebebereich zu einer Sympathikol yse (= Aufhebung eines gefäßverengend en Nervenreizes) und damit zu einer immensen Mehrdurchblutung, wie sie med ikamentös systemisch (= durch ein genommene oder gespritzte Durchblutungsm ittel) nie erreich t werden kann.

Besonders effektiv ist bei Geschwüre n am Fuß eine Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostad il (Pros tavasin®) - Infus ionsserie.

Wichtig ist natürlich bei Geschwüre n am Fuß auch die optimierte Behand lung der Grund- bzw. Begleitkrankhei ten (z. B. Zucker krankheit) und das Management möglicher Ris ikofaktoren (z.B. Bl uthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blut fettwerte, Rauchen).

Daß die beschriebene, kontinuierliche Bloc kademethode gerade bei Durchblu tungss törungen und damit auch bei Fußgeschwüren sehr hilfreich ist, konnte im Rah men einer Dok torarbeit an der Un iversität Heidelberg nachgewiesen werde n: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pd f (einfach anklicken)
 

Viele gute Gründe sprechen f ür eine stationäre Behan dlung in d er SCHMERZKLI NIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Für Mitglieder gese tzlicher Krankenkassen biet en wir auf der Grund lage des § 40 bzw. 111 SG B V Reha-Behandlungen an und für Patienten mit einer privaten Krankenkass e werden Krankenhausbehandlungen gemäß O PS 8-918 durchgeführt. Die Kl inik ist beih ilfefähig. Teil weise übernehmen auch R entenversicherungen und Beruf sgenossenschaften die Kos ten für eine stat ionäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Frag en haben oder ein an deres spezielles Schmerzthema suc hen, schicken Sie u ns einfach ein ku rzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>