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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
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1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
Fußgeschwüre
weiterer Suchbegriff:
Geschwüre am Fuß
Fußgeschwüre bezeichnet der Mediziner als Ulcus bzw. Ulcera cruris.
Manch ein Besucher dieser Se ite wird sich wundern, daß das Th ema Fußgeschwüre mit der Schmerztherapie in Ver bindung gebracht wird. Die Antwort ist ganz ein fach: die mode rne Schmerztherapie verfügt über eine Therapie methoden, die gerade bei Fußgeschwüre n äußerst hilfreich sind und sogar k ausal (= auf die Ursache gerichtet) wirken (siehe unten). Außerdem klagen viele Pa tienten mit einem Fußgeschwüre n ohnehin über Schmerzen.
Von Fußgeschwüre n ist in Europa und Nordamer ika das weibliche Gesch lecht insgesamt häu figer betroffen als das männ liche. Personen bis zum 40. Lebens jahr erkranken kaum daran. Im Al te r steigt die Prävalen z (= Häufigkeit aller Fälle einer besti mmten Krankheit in der Bevöl kerung) für Fußgeschwüre stark an. So beträgt sie zum Beisp iel ab dem 80. Lebensjah r je nach Studie zwischen 0,87 u nd 3,38%.
Fußgeschwüre entstehen auf dem Boden von Durchb lutungsstörungen. 72 % aller Fußgeschwür e sind auf ein Venen leiden, 15% auf ein kombiniertes Venen- und Arterien leiden, 7% auf ein Arterien leiden (arter iel le Durchblutungsst örungen) und 6 % auf andere, seltene U rsachen zurückzuführen. Beim diabe tischen Fußgesch wür kommt allerdings meist noch eine neuropat hische (= eine Nerven krankheit betreffende) Komponente hinzu, die Polyn europathie.
Risikofaktoren für Fußgeschwüre:
Hauptursache für Fußgeschwüre ist die chron
isch ve nöse Insuffizienz, die häufigste
Stö rung des venösen Systems.
Eine chronisch venöse Insuf fizienz besteht,
wenn anlagebedingt die Ve nenwand geschwächt
ist und / oder die sog. Ven enklappen nicht
mehr richtig funktionieren. Dadurch "versac
kt" das Blut in den Ven en und stau
t sich. Man spricht dann von einer sog. ve
nösen Abflußstörung. Diese Stau ung
äußert sich in tag süber zunehmendem Sch
were- und Schmerzgefühl sowie in Bein
schwellungen.
Eine venöse I nsuffizienz liegt vor, wenn
der Knöc helumfang morgens und abends um meh
r als 1,5 cm differiert.
Die Therapie der (noch relativ besch werdearmen) venösen Ins uffizienz besteht im wesentlichen in einer Kom pression der dilatierten (= erweiter ten) Venen (Kompressionsstrüm pfe).
Im weiteren Verlauf der Er
krankung kommt es zu troph ischen
(= mit Zeichen einer Man gelernährung
einhergehenden) Stö rungen, bedingt
durch eine gestörte Mik rozirkulation in der
venösen (= die Blu tader betreffenden)
und arteriell en (= die Sch
lagader betreffenden) Endstrom
bahn (Kapillaren). In dieser Situat ion
können schon kleine Ver letzung zu Geschwüre
n führen. Dies liegt daran, daß eine Wun
de, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuhei
len kann.
Fußgeschwüre treten
zumeist in der In nenknöchelregion auf. Aber
auch die Au ßenknöchelregion und im Ex
tremfall können
der untere Unterschenkel einschließlich Fuß
betroffen sein. Fußgeschwüre
in Folge der Zucker krankheit (Diabetes mell
itus) befinden sich häufig nicht an der t
ypischen Knöchelregion, sondern an Druc
kstellen der Fußsohlen oder der Zeh
en.
Nicht sel ten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Ba kterien) sich ei n Fußgesc hwür. Die En tzündung kann in benach barte Knoc hen durchbrechen und dort zu einer Osteitis (= Entzündung der Knochensubstanz) und/oder gar Osteomyelitis (= Entzündung des Knochenmarks) führen. Mögliche Spätfol gen: Fußampu tation
Bei der klinischen
Untersuchung fallen bei einem Fußgesch
wür eine Varikosis (= dichtes Gef lecht
oberflächlicher Kram pfadern), eine l
ivide (= bläuliche, fahle) Verfärbung der Hau
t, Ödem (= Schwellung durch Flüss
igkeitsansammlung) und Pig mentstörungen
auf.
Behandlung der Fußgeschwüre:
Neben einer entsprechenden
Wundbehand lung muß die gestörte,
lokale (= ört liche) Mikrozirkulation
(= Blutbewegung in der Endstrombahn) wieder in Gang gebracht werden,
sonst können Fußgeschwüre
nicht abheilen.
Dies gelingt bei Geschwüre n am Fuß recht
zuverlässig mit einer kontinuierlichen Isch
ias-Blockade mittels Kat heter (Klatt
und Leser 1994) bei gleichzeitig höchst effektiver Schmerz
bekämpfung.
Bei dieser Met hode suchen wir von der
Oberschen kelrückseite her, handbreit unter
dem Gesäß, den I schiasnerv in der Tiefe mit
einer Ka nüle auf und legen einen dün
nen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervensche
ide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Woc
hen wird dann in diesen Sch lauch
mehrmals täglich eine verdün nte, örtliche
Betäu bungsmittellösung eingespritzt. Je
nach Wirkstof fkonzentration kommt es dann
im Versorgungsgebiet des Nervs zu einer deutlichen Verminderung der Sch
merzempfindlichkeit bis hin zur Sch
merzfreiheit. In dieser Situation kann dann intensiv auch krankengymnastisch
behandel t werden.
Da der Ischiasnerv Nerv auch vegetat ive
(= das unwillkürliche Nervensyst em
betreffende) Fasern mit sich führt, komm
t es begleitend im korrespondierenden Gew
ebebereich zu einer Sympathikol yse
(= Aufhebung eines gefäßverengend en
Nervenreizes) und damit zu einer immensen Mehrdurchblutung, wie sie med
ikamentös systemisch (= durch ein
genommene oder gespritzte Durchblutungsm
ittel) nie erreich t werden kann.
Besonders effektiv ist bei Geschwüre n am Fuß eine Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostad il (Pros tavasin®) - Infus ionsserie.
Wichtig ist natürlich bei Geschwüre n am Fuß auch die optimierte Behand lung der Grund- bzw. Begleitkrankhei ten (z. B. Zucker krankheit) und das Management möglicher Ris ikofaktoren (z.B. Bl uthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blut fettwerte, Rauchen).
Daß die beschriebene, kontinuierliche
Bloc kademethode gerade bei Durchblu
tungss törungen und damit auch bei
Fußgeschwüren sehr hilfreich ist, konnte im Rah
men
einer Dok torarbeit an der Un
iversität Heidelberg nachgewiesen werde
n:
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pd
f
(einfach anklicken)
Viele gute Gründe sprechen f ür eine stationäre Behan dlung in d er SCHMERZKLI NIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Für Mitglieder
gese tzlicher Krankenkassen biet
en wir auf der Grund lage des § 40 bzw. 111 SG
B V
Reha-Behandlungen
an und für
Patienten mit einer privaten Krankenkass e werden
Krankenhausbehandlungen
gemäß O PS 8-918 durchgeführt. Die Kl
inik ist beih ilfefähig. Teil
weise übernehmen
auch R entenversicherungen und Beruf
sgenossenschaften die
Kos ten für eine stat
ionäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private
Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.
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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>